In Spitälern gibt es eine Vielzahl medizintechnischer Geräte, die je nach Anwendung oder Funktionsweise in Gruppen aufgeteilt werden (Infusomaten, Spritzenpumpen, Ultraschallgeräte, Laborgeräte, Spirometriesysteme, Elektrokardiographen, Röntgenapparate, Endoskope). Für die einwandfreie Funktion und die Betriebsbereitschaft all dieser Geräte sind die Medizintechniker:innen verantwortlich.
Medizintechniker:innen finden in kleinen, mittleren oder grossen Entwicklungs- und Produktionsbetrieben der Medizintechnik ein breites Arbeitsfeld. Die Industrie setzt sie als Produktions-, Betriebs- oder Serviceleiter:in ein. Als Mitarbeitende in der Produktion sind sie verantwortlich für Montagelinien, für das Qualitätsmanagement oder für Dienstleistungen in Zusammenarbeit mit dem Verkauf. Arbeitsvorbereitung, Organisation und Überwachung von Produktions- und Qualitätsmanagementprozessen sind dann wichtige Aufgaben.
Medizintechnik und Informatik bilden mehr und mehr eine integrative Einheit. Vertiefte Fähigkeiten in der Informatik sind für Medizintechnikerinnen und Medizintechniker sehr wichtig. Die Sicherstellung des Betriebes von vernetzten Monitoring-, Ultraschall- und Röntgengeräte sind Aufgabe von Medizintechnikerinnen und Medizintechnikern. Um die Speicherung der Daten, Pflege der Informationssysteme durch Updates und Autorisierungsrichtlinien, um die Einrichtung von Antivirenprogrammen und Firewalls kümmern sich oft Medizintechniker:innen.
In der Schweiz werden medizintechnische Geräte von in- und ausländischen Herstellern vertrieben. Diese Firmen setzen häufig Medizintechniker:innen als Servicetechniker:in ein, die vor Ort schulen. Als Serviceverantwortliche sind sie die kundennahen Personen einer Firma und haben oft die Möglichkeit, sich im Ausland aus- und weiterzubilden oder zu arbeiten. Die Medizintechniker arbeiten auch in Firmen, die für den Unterhalt der Medizintechnik in Spitälern, Kliniken oder Arztpraxen verantwortlich sind.
In Laboratorien für medizinische Untersuchungen sind die Fähigkeiten von Medizintechniker:innen sehr gefragt. Die Kombination von technischem und medizinischem Wissen befähigt zum Durchführen von Analysen aber auch zum Warten und Instandhalten von Laborgeräten. Die messtechnischen Fähigkeiten gepaart mit den Informatikkenntnissen erlaubt die Automatisierung und Vereinfachung von Messabläufen.